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Rache aus Hinterschladming

Die Hinterschladminger haben in der letzten Nacht wahrscheinlich die Pistenraupe vom Altinger Toni pink lackiert. Das ganze Dorf geht davon aus, dass es die Racheaktion für die Geschichte mit ihren Autos in der Woche zuvor auf dem Parkplatz vom Xaverwirt war. Da hatte sich der Altinger Toni wieder einmal selbst übertroffen. Aber er war wohl auch zu weit gegangen, indem er seinen Vor -und Zunamen in den Schneehaufen uriniert hatte. Sogar die Hinterschladminger konnten sich dann schnell denken, wer für die Aktion verantwortlich war. Und jetzt haben sie alle ein Alibi für die fragliche Nacht. Angeblich war das ganze Dorf zusammen in der Scheune vom Biobauern Wildmoser und hat Western Dance trainiert. Wer´s glaubt wird selig! Aber schon ziemlich gerissen, wie sie sich gegenseitig alle ein Alibi geben, fast wie bei der Mafia oder diesen Rocker-Gangs. Als ob 150 Leute zusammen Western Dance trainieren. Das kann sich doch keiner wirklich vorstellen. Der Altinger Toni ist natürlich schon ein bisschen geknickt. Da hat er so lange gespart, bis er die Pistenraupe hatte und war auch immer so stolz, wenn er herumgefahren ist. Und jetzt ist sie pink. Nicht unbedingt eine Farbe, die der Altinger Toni so gerne hat. Vor allem nicht seit dem Coming-Out von seinem Sohn. Das ist überhaupt auch der Einzige, der je aus unserem Dorf rüber nach Hinterschladming gezogen ist. Und seitdem hat Hinterschladming einen noch schlimmeren Ruf als es davor hatte. Eine üble Geschichte ist das, wenn ihr mich fragt. Der arme Altinger Toni. Wird für ihn nicht so einfach mit der neuen Lackierung. Er hatte sich ja ziemlich verschuldet bei der Anschaffung der Pistenraupe. Ich denke, der wird wohl mindestens diesen Winter in pink über die Pisten fahren. Er will sie jetzt verkaufen und hat schon einige regionale Inserate aufgegeben. Aber eine pinke Pistenraupe kauft natürlich niemand. Er macht die Pisten immer noch genau so gut wie im Winter zuvor, aber ein kleiner Makel hängt da dann natürlich schon dran.
14.12.12 14:22


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Gaudi beim Xaverwirt

Bei Xaverwirt war es gestern wieder lustig. Er hatte ein paar Typen aus dem Nachbardorf da, und wir haben, als sie alle gebechert haben, mit der Pistenraupe vom Altinger Toni ihre Autos in den Schnee eingegraben. Die mussten sich dann alle ein Taxi rufen, weil der Altinger Toni so schnell ganz viel Obstler getrunken hat, so dass er die Pistenraupe nicht mehr fahren konnte. Die haben sich dann wahnsinnig beschwert, aber der Xaverwirt hat sie alle rausgeworfen. Seit die vom Nachbardorf uns im letzten Jahr den Maibaum gestohlen haben, kommen wir nicht mehr so gut mit denen klar. Es gab auch schon etliche Bierzeltschlägereien, aber die Wut auf die Hinterschladminger ist immer noch immens. Das ist einfach ein durch und durch unkultiviertes Fleckchen Erde, dieses Hinterschladming. Und seit ihr Dorfwirt zumachen musste, weil sie durch Zufall herausgefunden hatten, dass er sein Bier mit Wasser gemischt hat und sie ihm deswegen das Gasthaus angezündet haben, kommen sie immer zu uns zum saufen. Aber in nächster Zeit wohl nicht mehr. Hat er schon gut gemacht, der Altinger Toni, der verreckte Hund. Ich habe ihm dann gleich noch eine Runde Obstler ausgegeben und der Bürgermeister sogar noch zwei Schweinshaxen. Da lässt der sich nicht lumpen, wenn es gegen die Hinterschladminger geht. Der Altinger Toni hat dann auch noch seinen Namen in den Schneehaufen mit deren Autos gepinkelt. Er war viermal draussen, bis er Altinger Toni fertig geschrieben hatte. Jaja, der Altinger Toni ist ein gründlicher Mensch. Andererseits ist er natürlich auch ein wenig zu gründlich. Am Ende war er so betrunken, dass ernicht mehr nach Hause gehen konnte und der Xaverwirt ihn in der Gaststube übernachten ließ. Aber nicht ohne zuvor die Bierhähne zuzudrehen, der Altinger hat nämlich schon öfter versucht, sich dort nächtlich zu bedienen.
4.12.12 20:18


Briefmarkenfetisch

Hi. Hier André, der Postbote. Im Winter wird es immer ein wenig beschwerlich hier im Ort. Postau ist zwar sehr idyllisch gelegen, jedoch auch sehr hügelig. Vor allem zum Hof der Kramer Witwe brauche ich bei Schnee und Eis fast immer doppelt so lange. Und seit sie das Internet entdeckt hat, bestellt sie fast jede Woche etwas und ich muss die Pakete den Berg hoch fahren. Ich würde ja gerne wissen, was sie so alles bestellt. Aber eigentlich geht mich das ja nichts an. Ich mag eben meinen Job als Briefträger und mache mir deswegen so meine Gedanken. Mein Traum wäre, für das ganze Dorf die Briefmarken anlecken zu können. Ich habe die Dorfbewohner einmal alle mit kleinen Handzetteln aufgefordert, mich doch ihre Briefmarken anlecken zu lassen, aber die wenigsten wollen mit der Frankierung warten, bis ich gerade mal wieder da bin. Nur die Freiwillige Feuerwehr lässt mich die Briefmarken ablecken, aber die grinsen dann auch immer so seltsam. Und die Briefmarken schmecken auch irgendwie anders. Nicht so, wie bei diesem Typen der jetzt wegen Drogen ins Gefängnis musste. Damals dachte ich wirklich für einige Tage, ich wäre verrückt. Konnte ja niemand ahnen, dass der LSD auf die Briefmarke getan hat. Aber ich war danach auch drei Wochen krank geschrieben und der Typ wurde einige Male von maskierten Unbekannten aufs heftigste verprügelt. Also irgendwie war alles nicht so schlimm. Aber ich dachte wirklich kurz, ich wäre verrückt. Zum Glück gibt’s den Xaverwirt, der kennt sich mit Drogen gut aus und der hat mir geraten, einmal zum Arzt zu gehen und einen Bluttest zu machen. Im Krankenhaus haben sie dann herausgefunden, dass es LSD war und dann sind wir auch schnell auf diesen Hippie gekommen. Die haben dann kiloweise Sachen bei ihm sichergestellt, aber ich habe auf eine Anzeige verzichtet. Der hatte dann schon genug Ärger.
2.12.12 18:40





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